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Doppelmord in Mistelbach: Zusammenfassung – was bisher bekannt ist

Die Ermittlungen laufen weiter. Das Thema der Woche: der Doppelmord in Mistelbach. Vergangenen Sonntag (9.1.) wurde ein Ärzteehepaar im Schlaf erstochen. Zusammengefasst, was bisher bekannt ist:
Tatverdächtig ist der 18-jährige Freund der ältesten Tochter des Ehepaares. Er floh erst vom Tatort und stellte sich nur wenige Stunden später selbst in Bayreuth der Polizei. Nach Mainwelle-Informationen musste er vor einigen Wochen zuhause ausziehen und wohnte deshalb danach bei dem Ärzteehepaar. Jetzt sitzt er in Untersuchungshaft.
Zu möglichen Strafen muss das Gericht später entscheiden, ob Jugend- oder Erwachsenenrecht angewendet wird. Nach Jugendrecht wäre die Höchststrafe zehn Jahre und eventuell eine psychiatrische Unterbringung. Nach Erwachsenenrecht droht lebenslange Freiheitsstrafe.
Die Polizei geht aktuell davon aus, dass der 18-jährige – entgegen einiger Medien-Spekulationen – im Alleingang gehandelt hat. Zeugen hatten einen Notruf kurz vor ein Uhr nachts abgesetzt, nachdem sie Hilferufe aus dem Nachbarhaus hörten. Offenbar befanden sich beim Eintreffen der Einsatzkräfte und während der Tat alle vier Kinder des Ehepaares im Haus. Die Kinder im Alter von fünf und 16 Jahren sind vorerst in Pflegefamilien und in psychologischer Betreuung.
bea