Gute Ausgangslage für das Rennen: Ferrari-Pilot Charles Leclerc hat sich für den Großen Preis von Frankreich die Pole Position gesichert., © Eric Gaillard/Pool Reuters via AP/dpa

Darauf muss man beim Großen Preis von Frankreich achten

Max Verstappen geht mit großem Punkte-Vorsprung in das zwölfte Formel-1-Rennen der Saison. Heute am Sonntag (15.00 Uhr/Sky) bekommt der Weltmeister beim Großen Preis von Frankreich aber erneut Konkurrenz von Ferrari-Star Charles Leclerc, der sich die Pole Position sicherte.

Bei heißen Temperaturen von mehr als 30 Grad kommt es auch stark auf die Standfestigkeit der Autos an. Dort hatten die Scuderia und Red Bull zuletzt häufiger einige Probleme – und ein Deutscher will davon profitieren.

Verstappen vs. Leclerc:

38 Punkte Vorsprung hat Max Verstappen auf Charles Leclerc in der Gesamtwertung. Das klingt zwar noch recht viel, allerdings konnte der Niederländer im Red Bull die vergangenen beiden WM-Läufe schon nicht gewinnen. An der Mittelmeerküste startet er hinter dem WM-Zweiten Leclerc und dürfte sich erneut einen engen Kampf mit dem Herausforderer liefern. Leclerc kommt mit viel Selbstbewusstsein, denn der Monegasse hatte zuletzt schon in Österreich gesiegt und so den Rückstand verkürzt.

Jubiläum:

Insgeheim hatte Lewis Hamilton gehofft, in Frankreich eine gute Chance auf seinen ersten Saisonsieg zu haben. Danach sieht es aber nicht aus, Mercedes hat weiter zu viel Rückstand und die technischen Verbesserungen brachten nicht das erhoffte Ergebnis. Der 37 Jahre alte Brite Hamilton wurde bei der Zeitenjagd immerhin Vierter und landete vor Stallrivale George Russell (6.). Als sechster Fahrer überhaupt bestreitet Hamilton in Le Castellet den 300. WM-Lauf seiner langen und erfolgreichen Karriere. Rekordhalter ist der Finne Kimi Räikkönen mit 349 Grand-Prix-Starts.

Hitze-Faktor:

«Ich hoffe, dass es richtig heiß wird», sagte Sebastian Vettel. In seinem unterlegenen Aston Martin könnte für den ehemaligen Weltmeister aus Heppenheim dann vielleicht etwas möglich sein. Bei Asphalttemperaturen von deutlich über 50 Grad kommt es dann auch auf das Reifenmanagement an. Und da sieht sich der 35-Jährige mit seiner ganzen Erfahrung im Vorteil. Vettel startet als Zwölfter in den mit 70 000 Zuschauern ausverkauften Großen Preis und hofft, es in die Top Ten zu schaffen, um wieder Punkte zu holen.

Hattrick im Blick:

Als Sechster in Österreich und Achter in England hat es Mick Schumacher zuletzt zweimal in die Punkteränge geschafft – das soll nun am besten zum dritten Mal nacheinander gelingen. Die Voraussetzungen sind allerdings schwierig. Der Haas-Rennfahrer muss von Platz 17 loslegen, nachdem seine schnellste Runde in der Qualifikation gestrichen worden war. Er hatte die Strecke verlassen und sich so einen kleinen Vorteil verschafft. Die Rennleitung ahndete das am Samstag nachträglich. Sein Plan für den Grand Prix: «Dann müssen wir eben mehr überholen, das ist hier sicher möglich.»