Eine Kamera hängt vor einem CSU-Logo., © Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Archivbild

CSU laut Umfrage bei mehr als 40 Prozent: Grüne verlieren

Die bayerischen Grünen verlieren an Zustimmung, für CSU und Freie Wähler geht es einer repräsentativen Umfrage zufolge leicht bergauf: Wäre am Sonntag Landtagswahl in Bayern, käme die CSU um Ministerpräsident Markus Söder auf 41 Prozent der Stimmen. Das seien 2 Prozentpunkte mehr als im Vormonat, wie eine Untersuchung des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag der «Augsburger Allgemeine» (Montag) ergab. Vor einem Jahr lag die CSU demnach noch bei 33 Prozent. Für den Koalitionspartner, die Freien Wähler, würden 10 Prozent stimmen – damit hätte die amtierende Regierung weiterhin eine Mehrheit.

Die Grünen hingegen müssten laut der Umfrage deutliche Verluste verkraften. Im Oktober kamen sie noch auf 21 Prozent, nun sind es nur noch 17 Prozent. Auf den weiteren Plätzen folgen SPD und AfD, die gleichauf mit den Freien Wählern bei 10 Prozent lägen. FDP (3 Prozent) und Linke (2) wären nicht im Landtag vertreten – sie würden an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern.

Grundsätzlich spiegeln Wahlumfragen nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Prognosen auf den Wahlausgang. Sie sind zudem immer mit Unsicherheiten behaftet. Unter anderem erschweren nachlassende Parteibindung und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen den Meinungsforschungsinstituten die Gewichtung der erhobenen Daten.

Das bayerische Kabinett hatte in der vergangenen Woche den 8. Oktober 2023 als Termin für die nächste Landtagswahl in Bayern vorgeschlagen.

Laut einer repräsentativen Umfrage des Instituts Insa im Auftrag der «Bild»-Zeitung ist aktuell eine relative Mehrheit der Unions-Anhänger für Söder als Kanzlerkandidat: 38 Prozent der Unions-Wähler hätten sich für Söder ausgesprochen, 31 Prozent für CDU-Chef Friedrich Merz, hieß es. Von sämtlichen Befragten antworteten auf die Frage «Welcher Politiker sollte Ihrer Meinung nach bei der nächsten Bundestagswahl Kanzlerkandidat der CDU/CSU werden?» 27 Prozent, sie wünschten sich keinen der genannten Politiker als Kanzlerkandidaten. Unter den Genannten landete Söder mit 22 Prozent vor Merz (13 Prozent) und den Ministerpräsidenten von Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein, Hendrik Wüst (8 Prtozent) und Daniel Günther (6 Prozent).