Ein Messer, das im Mai 2022 in der Nähe des Tatorts im Fall Klaus Berninger gefunden worden war., © Polizeipräsidium Unterfranken/dpa

«Cold Case» Klaus Berninger: Ermittlungen gehen weiter

Mehr als 32 Jahre nach dem gewaltsamen Tod des Bäckerlehrlings Klaus Berninger ermittelt die Polizei in Unterfranken weiter, um dem Täter doch noch auf die Spur zu kommen. Aktuell sucht sie Zeugen, die etwas zu einem Messer sagen können, das im vergangenen Jahr in der Nähe des vermuteten Tatorts gefunden worden war. Das teilte ein Polizeisprecher am Freitag mit. Ob es sich dabei um die Tatwaffe handelt, ist weiterhin nicht bekannt.

2022 hatte die Polizei in dem Fall wieder neue Ermittlungen aufgenommen, unter anderem war im Mai der mutmaßliche Tatort noch einmal genau abgesucht worden.

Der 16-jährige Klaus aus Wörth am Main (Landkreis Miltenberg) war am 20. Dezember 1990 verschwunden. Drei Tage später fanden zwei Spaziergänger morgens seine Leiche in einem Wald nahe der Kleinstadt an der bayerisch-hessischen Landesgrenze. Die Polizei geht davon aus, dass der Jugendliche umgebracht wurde. Mit neuen Techniken und Auswertungsverfahren will sie nun endlich einen Täter überführen. Nach damaliger Erkenntnis starb der junge Mann durch Gewalteinwirkung mit einem scharfkantigen Werkzeug gegen den Hals.

Weiterhin suchen die Ermittler nach einem Versandkatalog aus den Jahren 1988 bis 1990. Hier hatte sich das Opfer ein Springmesser bestellt, das bis heute nicht gefunden wurde. Es sei bislang nicht gelungen, an weitere Informationen zu dem Messer oder an den Katalog zu gelangen, teilte die Polizei weiter mit.

Mord verjährt nicht, deshalb wird weiter nach dem Täter im Fall Berninger gesucht. Er gehört zu einer Reihe von «Cold Cases», die im Freistaat weiter untersucht werden.