Bundestags-CSU plädiert für neues Forschungskraftwerk

Die Bundestags-CSU will die Energieforschung des Bundes intensivieren – und dafür auch ein neues Forschungskraftwerk «für neue Konzepte der Kernenergie» bauen. Das geht aus einem Beschlussentwurf für die Klausur der CSU-Bundestagsabgeordneten vom 6. bis 8. Januar im oberbayerischen Kloster Seeon hervor.

«Moderne Energie-Forschung ist ein Schlüssel unserer zukünftigen Versorgungssicherheit» und könne zu «mehr Energiesouveränität» führen, heißt es in dem Papier, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt und über das als erstes die «Welt am Sonntag» berichtet hatte. Deutschland solle bei Energieinnovationen an der Spitze stehen, von den erneuerbaren Energien bis zu Zukunftstechnologien wie Wasserstoff als Energieträger und Kernfusion.

Dafür wolle man «einen Bundes-Energieforschungs-Campus für Leuchtturm-Forschung ohne Denkverbote gründen», heißt es weiter. Gemeinsam mit Unternehmen und anderen Forschungseinrichtungen sollten dort Energie-Technologien der Zukunft entwickelt werden. «Dazu gehört der Bau eines neuen Forschungskraftwerks für neue Konzepte der Kernenergie, um auch in Deutschland wieder die Potenziale der Technologie zu untersuchen», so der Vorschlag der Bundestags-CSU.

Abgesehen davon finden sich in dem Papier zahlreiche weitere, teils altbekannte CSU-Forderungen: Die letzten Atommeiler sollen länger laufen als derzeit geplant, Fördermöglichkeiten für «heimisches Gas» sollen eruiert, der Ausbau erneuerbarer Energien soll beschleunigt werden. «Dafür wollen wir Turbo-Genehmigungsverfahren und wirksame Investitionsanreize mit der Einführung von Superabschreibungen und einen Souveränitätsbonus von 20 Prozent der Investitionskosten als Zuschussförderung», heißt es in dem Beschlussentwurf für Seeon.