Brehme freut sich über Götzes WM-Comeback

Der frühere WM-Finaltorschütze Andreas Brehme würde es Mario Götze gönnen, wenn dieser bei der Fußball-Weltmeisterschaft noch einmal ein großes Comeback in der deutschen Nationalmannschaft erleben sollte. Dass Bundestrainer Hansi Flick den 30 Jahre alten Offensivspieler nach fünf Jahren ohne Länderspiel für das Turnier in Katar nominiert hat, begrüße er «auf alle Fälle», sagte Brehme (62) der Deutschen Presse-Agentur. Begründung: «Mario Götze bringt in Frankfurt gute Leistungen.»

Brehme und Götze verbindet, dass sie Deutschland zu WM-Titeln geschossen haben. Brehme mit seinem legendären Elfmeter beim 1:0 gegen Argentinien 1990 in Italien, Götze 2014 in Brasilien ebenfalls gegen Argentinien als Einwechselspieler in der Verlängerung. «Es war ein Weltklassetor, alleine diese Ballannahme und wie er den Ball dann verwandelt», schwärmt Brehme acht Jahre später von Götzes berühmter Aktion, als er den Ball nach einer Flanke von André Schürrle im Strafraum mit der Brust annimmt und im Fallen mit dem linken Fuß ins lange Eck schießt. Auch dieses Endspiel gegen Argentinien endete 1:0.

Götze war damals erst 22 – und das Finaltor erwies sich in den Jahren danach eher als Bürde denn als Schub für seine Profi-Karriere. Brehme teilt diese Ansicht jedoch nicht. «Das würde ich nicht sagen. Ich finde, seine Berater hätten ihn damals mehr unterstützen und beschützen müssen.» Er habe von seinem Endspieltor im Alter von 29 Jahren, das auch eine wichtige Rolle in seiner kürzlich erschienenen Biografie («Beidfüßig») einnimmt, jedenfalls sehr profitiert. Es habe sein Leben «im positiven Sinne» verändert: «Ich bin Weltmeister geworden. Und ich hatte das Tor geschossen. Das hat zum Beispiel werbemäßig unheimlich viel gebracht.»