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Bei Ingolstadt Verletzte keine Ausrede: Aktion gegen rechts

Ingolstadt (dpa/lby) – Der FC Ingolstadt will im Abstiegskampf der 2. Fußball-Bundesliga trotz personeller Probleme die Wende einleiten. Nach drei Niederlagen in Serie sagte Trainer Jens Keller: «Wir waren in den letzten Spielen nicht weit weg vom Erfolg. Man braucht im Fußball und im Leben das Quäntchen Glück. Ich bin überzeugt, dass sich irgendwann das Blatt dreht. Das wird hoffentlich am Sonntag sein.» Dann gastieren die Schanzer um 13.30 Uhr beim SC Paderborn.

Mit einem klaren Sieg und Schützenhilfe der Konkurrenz könnte der FCI vom letzten auf Rang 15 und damit ein wenig aus dem Tabellenkeller klettern. Im schlechtesten Fall droht den Oberbayern ein Rückstand von sechs Punkten auf den ersten Nichtabstiegsplatz. «Ich bin überzeugt, dass es bis zum letzten Spieltag geht», sagte Keller.

Er muss gegen die Paderborner auf Kapitän Almog Cohen sowie die ebenfalls gesperrten Robin Krauße und Paulo Otavio verzichten. «Klar tut es uns weh, zumal noch zwei Mann aus dem zentralen Bereich ausfallen», sagte er. Als Ausrede lasse er «keine Sekunde zählen, dass drei Spieler ausfallen. Das haben andere Mannschaften auch.»

Der FC Ingolstadt will sich am 26. Spieltag mit der Trikotbeflockung «Rechts außen? Nur im 4-3-3» gegen Rassismuns und für Offenheit positionieren. Zuletzt hatte der Regionalligist Chemnitzer FC für Empörung gesorgt, weil es im Stadion Trauerbekundungen für einen Mann gab, der als Mitbegründer einer ehemaligen rechtsextremen Organisation gilt. «Was da vorgefallen ist, hat in unserer Gesellschaft einfach gar nichts zu tun, weder im Fußball noch in anderen Bereichen», sagte Keller. «So etwas darf es nicht geben.»