Eine Mücke saugt Blut aus dem Arm eines Mannes., © Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Bayern will Ausbreitung fremder Stechmücken beobachten

Bayern will die Ausbreitung fremder Stechmücken im Freistaat möglichst flächendeckend beobachten. Die erste Mückenfalle für eine Machbarkeitsstudie dazu stellte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Freitag bei der Dienststelle des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) in Oberschleißheim (Landkreis München) auf. Bis Ende 2023 soll die Behörde im Auftrag von Gesundheits- und Umweltministerium untersuchen, unter welchen Bedingungen eine systematische Beobachtung gebietsfremder Mückenarten möglich ist.

Der Klimawandel führe dazu, «dass sich fremde, invasive Mückenarten in Bayern ausbreiten können», sagte Holetschek. «Damit steigt auch das Risiko, dass Krankheiten wie beispielsweise Dengue-Fieber oder Chikungunya auch bei uns übertragen werden können.» Das Chikungunya-Virus ist vor allem im Süden und Osten Afrikas sowie im Süden Asiens verbreitet und kann Fieber und Gelenkschmerzen auslösen.

«Wir müssen jetzt handeln, um die Folgen des Klimawandels für die Bürgerinnen und Bürger so gering wie möglich zu halten», betonte Holetschek. «Erste Funde von invasiven Stechmücken gibt es in Bayern bereits – aber bisher nur Zufallsfunde.» Um zielgerichtet gegen die Insekten vorzugehen, bräuchten die Behörden mehr Informationen.