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Bayern: Millionen-Unterstützung für kleine Geburtsstationen

München (dpa/lby) – Kleine und defizitäre Geburtshilfestationen in Bayern erhalten vom Freistaat künftig einen teilweise Ausgleich für ihre roten Zahlen. 21,5 Millionen Euro jährlich stünden dafür im Rahmen des «Zukunftsprogramms Geburtshilfe» für die Häuser im ländlichen Raum ab sofort zur Verfügung, teilte das bayerische Gesundheitsministerium am Dienstag mit. Die Voraussetzungen: Zwischen 300 und 800 Geburten jährlich, und die Station muss mehr als 50 Prozent der Schwangeren in der Region versorgen. Bis zu 85 Prozent des Defizits werden dann übernommen – maximal eine Million Euro pro Haus.

Mechthild Hofner, Vorsitzende des Bayerischen Hebammenvereins, begrüßte die Förderung: «So wird die flächendeckende Versorgung der Frauen mit geburtshilflichen Einrichtungen gesichert. Damit verbunden ist die Hoffnung, dass das «Kliniksterben» in der Fläche abnimmt.»

Das Geld für die Geburtshäuser ist die zweite Fördersäule des Programms. Bereits seit 2018 werden Kommunen bei der Hebammenversorgung mit 40 Euro pro neugeborenem Kind unterstützt. «Unser Geburtshilfeförderprogramm stößt bayernweit auf sehr große Resonanz», sagte Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU). Für das Jahr 2018 wurden demnach für 51 Kommunen knapp 2,5 Millionen Euro bewilligt.