Christian Bernreiter (CSU), Verkehrsministerin von Bayern., © Matthias Balk/dpa/Archivbild

49-Euro-Ticket: Bernreiter sieht Start im Januar skeptisch

Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter sieht auch nach der Einigung von Bund und Ländern die Einführung eines 49-Euro-Tickets zum 1. Januar in Bayern skeptisch. «Natürlich kann man jetzt irgendwie ein Handyticket aus dem Hut zaubern, aber wir brauchen eine dauerhafte Struktur», sagte der CSU-Politiker der «Augsburger Allgemeinen» und dem Sender Antenne Bayern.

Es seien viele Fragen offen. «Es ist einhellige Meinung der 16 Länderverkehrsminister, dass Gründlichkeit vor Schnelligkeit gehen muss», sagte Bernreiter. Dazu gehöre auch die langfristige Finanzierung des öffentlichen Regionalverkehrs.

Der Bund habe anerkannt, dass die Regionalisierungsmittel um eine Milliarde Euro plus Dynamisierung erhöht werden müssten, sagte der Minister. «Das ist ein erster Aufschlag, aber es ist bei weitem nicht das, was wir bräuchten.» Es sei nicht absehbar, wie sich die Energie- und Treibstoffpreise entwickelten.

Eine Sprecherin des Münchner Verkehrs- und Tarifverbundes (MVV) sagte am Donnerstag, die Branche arbeite eng zusammen, um die Einführung bundesweit zu ermöglichen. «Ja, das 49-Euro-Ticket wird dazu beitragen, die Bürger und Bürgerinnen zu entlasten und den Klimaschutz voranzubringen.» Für die Anbieter sei wichtig, dass gleichzeitig die Erhöhung der Regionalisierungsmittel und die Erhöhung ihrer Dynamisierung beschlossen worden sei.

Auch der Nürnberger Verkehrsverbund zeigte sich grundsätzlich positiv zum Deutschlandticket eingestellt. Es zeige die Bedeutung des ÖPNV – auch wenn zahlreiche Details geklärt werden müssten.