© dpa

Zahl der Wildunfälle in Oberfranken enorm angestiegen

Die Zahl der Wildunfälle im Straßenverkehr ist in Oberfranken in den vergangenen zehn Jahren dramatisch angestiegen. Das geht aus einem Antwortschreiben aus dem Innenministerium auf Anfrage der Landshuter SPD-Abgeordneten Ruth Müller hervor. Darüber berichten mehrere Tageszeitungen. Die Zahlen sind beeindruckend: Im Jahr 2009 waren es noch knapp 4.600 registrierte Wildunfälle hier in der Region. 2018 waren es mehr als 7.600. Das sind durchschnittlich pro Tag 21 Wildunfälle. Weiter heißt es, dass so gut wie jeder vierte von der Polizei in Oberfranken aufgenommene Unfall 2018 ein Wildunfall gewesen sei. Im Landkreis Bayreuth liege die Quote sogar noch deutlich darüber. Um die Gefahr einzudämmen solle in besonders betroffenen Gebieten nun die Abschussquote für Wildtiere erhöht werden. Technische Maßnahmen, wie zum Beispiel das Aufstellen von Reflektoren an den Straßenbegrenzungspfosten, die das Wild vom Überqueren der Straßen abhalten sollen, hätten sich bisher als unzureichend erwiesen. Im Fichtelgebirge werden Autofahrer seit dem letzten Jahr mit besonderen Warnschildern auf die Gefahr von Wildwechsel hingewiesen.

mso